Therapie

Im Rahmen eines integrierten multidisziplinären Therapiekonzeptes wird die Behandlung von Abhängigkeitserkrankungen, Doppeldiagnosen und komorbiden Störungen durchgeführt, wobei die Herstellung der Arbeits- und der Erziehungsfähigkeit sowie der sozialen Kompetenz einen besonders hohen Stellenwert in der gesamten Behandlung hat.  Rehabilitationsziele

·         Suchtmittelabstinenz

·         Selbstwertstabilisierung

·         Verbesserung der Affektsteuerung

·         Verbesserung der Steuerung von Impulsstörungen

·         Verbesserung der Problembewältigungsmechanismen

·         Verbesserung der sozialen Kompetenz und des Kommunikationsverhaltens

·         Herstellung der Arbeitsfähigkeit

Die besondere Leistungsfähigkeit der Fachklinik besteht im therapeutischen Umgang mit Familien, die Suchtsymptome oder psychosomatische Krankheiten erzeugen. Es werden Familien, Alleinerziehende mit Kindern, Paare, Frauen und Männer aufgenommen. ICD-10, DSM-IV, AWMF und evidenzbasierte Therapiemodule ETM KTL2015 entsprechend Qualitätsstandards und Strukturanforderungen der DRV Bund und ISO Normen.

Berufliche Orientierung in der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitskranker BORA
Sicherung der Therapiefortschritte für die Arbeits- und Alltagswelt durch BORA-1-5 Maßnahmen.

 

 

Therapien und evidenzbasierte Therapiemodule

Eingangsgruppe
Motivationsbehandlung mit Bearbeitung Ambivalenzkonflikt, Suchtinfo, Diagnostik, Psychodynamik OPD-II und Therapiezielplanung. Interdisziplinäre REHA-Gesamtplanung: Neuaufnahme und Maßnahmen

Therapieangebote
Sucht- und Psychotherapie mit Einzelinterventionen und Gruppeninterventionen. Indikative Gruppen Neurologie und Hirnleistung, Beziehung und Sexualität, Gruppentraining sozialer Kompetenzen sowie Angst zu versagen. Therapien zur Förderung psychosozialer Kompetenzen und kognitiver Fähigkeiten unter anderem mit Vollversammlung sowie Training sozialer Kompetenzen. Angehörigen orientierte Interventionen einschließlich Paartherapie, Tabakentwöhnung sowie Entspannungsverfahren. Arbeitsbezogene Leistungen für Rehabilitanden in Arbeit, Nicht-Erwerbstätige, Arbeitslose sowie Gestalterische Ergotherapie und Künstlerische Therapien. Bewegungstherapie und Physiotherapie, Gesundheitsbildung und Ernährungstherapeutische Maßnahmen sowie Leistungen zur sozialen und beruflichen Integration einschließlich stufenweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess sowie Vorbereitung der Nachsorge. Betreuung der Begleitkinder und wenn notwendig pädagogische Unterstützung. Aktive Freizeitgestaltung durch die Patientenmitverwaltung im Rahmen der Ergotherapie,  saisonabhängig und je nach Wind und Wetter.

Pädagogisches Projekt und Beschulung
Kinderbetreuung und Kindergarten, Elternkreis, individualisierte suportive Erziehungsarbeit, Begleitkinder und Kinder im Patientenstatus. Beschulung aller Schultypen, Lernförderung und Hausaufgabenbetreuung. Spieltherapie, Systemisch integrative Gesprächspsychotherapie, Entwicklung der Fein- und Grobmotorik und Bewegungsspiele, Sprachentwicklung, Kognitions- und Emotionstraining, soziale Kompetenzentwicklung und Modelllernen, Aufbau der Erziehungs- und Interaktionskompetenz der Eltern.

Medizinische und psychiatrische Behandlung
Somatische, neurologische und psychiatrische Behandlung sowie Konziliarärzte. Im indikativen Bereich IG Depression, IG Panik, IG Zwänge und IG Psychosen.

Physiotherapie und Bezugspflege
Als physiotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten stehen Kneippanwendungen, Krankengymnastik, Atemtherapie, Bewegungsbad, Sauna und Massage zur Verfügung. Besonderer Wert wird auf eine ausführliche Ernährungsberatung gelegt. Diese beinhaltet auch diätetische Beratungen und Hilfestellungen. Der Einsatz des Pflegepersonals erfolgt im 24-Stunden-Dienst und orientiert sich an den modernen Pflegestandards der körperbezogenen und psychosomatischen Betreuung und Behandlung. Die Bewältigung der alltäglichen Anforderungen, orientiert an den Ressourcen und Handicaps der PatientInnen, stehen im Mittelpunkt.

Bewegungstherapie
Die bewegungstherapeutischen Angebote sind darauf ausgerichtet, die individuelle körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern und Funktionsdefizite auszugleichen: Fitnesstraining, Ganzkörpertraining, Nordic-Walking, Tennis und Volleyball u.a. Umsetzungen.

Soziotherapie
Wöchentliche Großgruppe mit und ohne Therapeuten. Wöchentliche Gruppensprechersitzung mit Elternvertretung.

Therapeutische Heimfahrten
Festigung von familiären Kontakten oder Vorbereitung Umfeldwechsel, Vorbereitung der Nachsorge und Arbeitgeberkontakte zur beruflichen Wiedereingliederung, Realitätstraining.

Gesundheitsinformationen
Gesundheitsinformationen der Ärzte und Therapeuten sowie spezielle Informationsgruppen ergänzen das Therapieangebot psychoedukativ zum Krankheitsbild, Krankheitsverlauf und zur Behandlung.

Angehörigen-Seminare und Arbeitgeber
Interne und externe Angehörigen-Seminare und Partnergespräche dienen der Einbeziehung des sozialen Umfeldes - insbesondere der Familie - in die Behandlung. Neben der Informationsvermittlung zu Abhängigkeitsverlauf und Behandlung besteht die Möglichkeit, aktuelle Partnerschafts- und Familienkonflikte zu klären sowie problematische Interaktionsmuster (z.B. Co-Abhängigkeit) systemisch auf dem Hintergrund der Psychodynamik zu bearbeiten.

Begleitende Sozialarbeit und Behörden
Der therapiebegleitenden Sozialarbeit ist besonderes Augenmerk gewidmet, um günstige Bedingungen für eine weitgehende berufliche und soziale Wiedereingliederung zu schaffen. Schwerpunkte sind das Abklären der beruflichen und finanziellen Situation mit entsprechenden Hilfsangeboten im Bedarfsfall, Klärung von Rechtsangelegenheiten sowie Einleiten von stationären und ambulanten Maßnahmen.

Adaptionsbehandlung
Interne und externe Praktikas mit Besuch der internen Selbsthilfegruppe und externen Selbsthilfegruppen, Vorbereitung und Vollzug eines Umfeldwechsel sowie berufliche Wiedereingliederung.